Aktuelles:

Ostertrainingslager 2022

 

Wir waren mit dem D-Kader vom 16. bis 23.04. zum Trainingslager in Velden am Wörthersee. Insgesamt hatten wir zwölf unterschiedliche Trainings und einen Wettkampf. Die Karten und Wälder waren sehr abwechslungsreich und das Gelände war im Gegensatz zu Deutschland anders, da es viele Berge, Felsen und Steine gab.

Auf der Hinfahrt haben wir einen Stop in Salzburg gemacht, um dort unser erstes Training durchzuführen. Danach sind wir weiter zum Wörthersee gefahren und haben abends noch das Training ausgewertet. Am Ostersonntag hatte wir vormittags ein Training im Wald in der Nähe der Jugendherberge, um den Wald für den Verkehrte-Welt-OL kennenzulernen. Nachmittags hatten wir einen Oster-Vielposten-OL, bei dem jeder Läufer Ostereier finden konnte. Abends hatten wir, wie jeden Tag des Trainingslagers, eine Auswertung der Trainings. Der nächste Tag begann, wie die darauffolgenden Tage auch, mit Frühsport. Nach dem Frühsport sind wir nach Klagenfurth gefahren, um dort ein Sprinttraining zu machen, bei dem es durch Schlaufen auf der Karte und Gegnerkontakt auf Routenwahlentscheidungen ankam. Bei den nächsten drei Trainings kam es auf verschiedene O-Techniken, wie Kartelesen, Kompassorientierung, Vereinfachen, Vergrößern und Verlängern an, um sich auf den Wald-Knock-Out am Mittwochvormittag vorzubereiten. Der Wald-Knock-Out war ein neues Format für uns und hat durch den engen Gegnerkontakt viel Spaß gemacht. Nachmittags hatten wir kein weiteres Training und sind gemeinsam nach Velden gegangen. Am Donnerstag ging es nach Italien an den Lago di Fusine, wo wir zwei interessante Trainings hatten. In dem Gelände gab es viele Steine und Felsen und es lag sogar noch etwas Schnee. Der Freitag startete vormittags mit einem Mannschafts-OL im Regen, bei dem wir vielen Rehen begegnet sind. Nachmittags fand dann der Verkehrte-Welt-OL statt, der für alle sehr lustig war. Den Verkehrte-Welt-OL hatten wir Teilnehmer für die Trainer in den Tagen davor geplant. Der OL bestand aus verschiedenen Stationen, die sich an den Posten befunden haben. An jeder Station standen zwei Personen von uns und haben den Trainern und ihrem Partner die Aufgabe erklärt. Am Samstag ging es wieder zurück und auf dem Weg haben wir noch an einem Wettkampf in der Nähe von Salzburg teilgenommen. Der Wettkampf war sehr interessant und abwechslungsreich und die Leute waren sehr freundlich. Danach ging es weiter nach Hause.

Insgesamt war es ein sehr schönes Trainingslager, was allen Beteiligten Spaß gemacht hat und bei dem man viele OL-Techniken ausprobieren und üben konnte.

 

Text: Jasmin Bechtel und Jana Gebhardt

 

Postensuche zu Ostern im Elsass

3 Jours de Pâques 2022 en Alsace

Strahlend blauer Himmel und klappernde Störche zum Aufwachen, Baguette und französischer Käse zum Mittagessen, Spaziergänge durch malerische verwinkelte Weindörfer am Nachmittag mit dem leckersten Rhabarber-Eis der Welt und Zwergfledermäuse beim Abendspaziergang. Könnten die Osterfeiertage im Elsass noch besser werden? Ja, wenn neben dem Kulturprogramm noch vier tolle Orientierungsläufe anstehen!

Nach der Winterpause und den wenigen OL-Möglichkeiten der letzten Monate und Jahre war der Mehrtagelauf ein purer Genuss. Gute Stimmung, klasse Karten und herausfordernde Routenwahlen.

Bereits der Prolog, der als Sprint in Kientzheim ausgetragen wurde, verursachte so manchen emotionalen Ausbruch. Schon auf den ersten Postenverbindungen war genaues Kartelesen gefragt: „Warum endet der Weg vor der Mauer? Wie komme ich zum Posten auf der anderen Seite?“ Kleine Gassen und Durchgänge entschieden über die schnellsten Routen. Da kann man einfach nur voller Adrenalin und Begeisterung ins Ziel kommen und sich auf die folgenden Wettkampftage und über das tolle Ambiente freuen.

Die drei Etappen des Mehrtagelaufs fanden nahe Ammerschwihr, nordwestlich von Colmar, im steilen Waldgelände statt. Dass es steil wird, bekamen die Läufer schon auf dem Weg zum Start zu spüren - zwischen 140 und 180 Höhenmeter ließen bereits vor dem Startsignal die ersten Waden brennen. Das heißt jedoch nicht, dass nicht auch während der Läufe zahlreiche Steilhänge zu erklimmen gewesen wären. Dank des überhöhten Starts ging es jedoch auch große Teile der Strecken quer im Hang und bergab. Im steilen Gelände mit viel Geröll und trockenem Laub war das stellenweise eine koordinative Herausforderung, sodass die eine oder andere Rutschpartie nicht ausblieb. Am Ende von Etappe 1 und Etappe 3 galt es beim Geländewechsel vom Wald in den Weinberg auf den letzten Posten noch einmal die Kontrolle zu behalten, insbesondere weil nur zwischen den Reben gelaufen werden durfte, wenn dort ein Pfad eingezeichnet war, der aber in Realität nicht unbedingt eindeutig erkennbar war.

Und auch die Hessen waren in zahlreichen Altersklassen vertreten. In den Hauptklassen sicherten sich Sabine Rothaug (OSC Kassel) und Toby Scott (OLV Steinberg) Platz fünf und sechs in der Gesamtwertung.

 

Alle Ergebnisse gibt es hier:

Ergebnisse Sprint-Prolog

Ergebnisse Etappe 1

Ergebnisse Etappe 2

Ergebnisse Etappe 3

Gesamtwertung

 

Weitere Ergebnisse gelistet nach Bahnen etc. gibt es hier.

 

Text und Fotos: Sabine Rothaug

 

Vier Sprints in zwei Tagen

Rhein-Main-Sprint-Wochenende

Endlich wieder sprinten und dann auch noch vier Mal an einem Wochenende, dank Doppelsprint am Samstag und Sonntag! Das dachten sich die Teilnehmer*innen des Rhein-Main-Sprint-Wochenendes 2022. So waren nicht nur zahlreiche Hessen und Rheinland-Pfälzer am Start, auch Oberbexbach, Gundelfingen, Landshut und Weimar waren in der Ergebnisliste vertreten. Während der Offenbacher Frühlingssprint am Samstag im Wiesbadener Stadtteil Naurod zu Gast war, wurde der sonntägliche Lolly-Cup in Mainz Finthen ausgetragen.

Mit winterlich anmutendem Schnee am Samstag und frühlingshaftem Sonnenschein am Sonntag zeigte der April seine ganze Bandbreite.

 

Auf dem Weg zum Start pfiff am Samstag der Wind über die Felder. Aber wer bis zum Start noch nicht warm war, wurde es spätestens nach dem Startsignal. Beim ersten Lauf folgten lange Routenwahlen, auf denen es galt, das Tempo anzuziehen, auf knifflige Passagen zwischen Bauzäunen. Auch beim zweiten Sprint musste auf sehr kurzen Verbindungen direkt ab dem Startposten die Konzentration hochgehalten werden.
Mit Agata Klapouchy (SC Königstein, D10), Katja Horst (SC Königstein, D14), Ulla Horst (SC Königstein, D16), Sabine Rothaug (OSC Kassel, D19), Brit Horst (SC Königstein, D45), Gisela Müller (TV 1886 Diedenbergen, D65), Benno von Kutzschenbach (Skizunft Wiesbaden, H45) und Hans Conrad (TSG 1846 Darmstadt, H75) entschieden acht Hessen ihre Altersklasse für sich.

 

Am Sonntag fand bereits zum zwölften Mal der Lolly-Cup in Mainz statt, dieses Mal im Stadteil Finthen. Bei strahlendem Sonnenschein und blühenden Apfelbäumen konnte vom Start aus ein herrlicher Blick über Mainz genossen werden. Insbesondere der erste Lauf forderte im frühen Teil der Bahn das Lesen der Postenbeschreibung und genaues Orientieren zwischen Zäunen, Häusern und Tiefgaragen, um auf der richtigen Ebene sicher zum Posten zu gelangen. Im zweiten Sprint spürten die einen oder anderen Teilnehmer*innen bereits die schweren Beine und mobilisierten noch einmal alle Kräfte.

Nach der Addition beider Läufe siegten erneut acht Hessen in ihren Altersklassen: Agata Klapouchy (SC Königstein, D10), Sophie Behrendt (OLV Steinberg, D12), Michal Klapouchy (SC Königstein, H12), Lina Behrendt (OLV Steinberg, D14), Sabine Rothaug (OSC Kassel, D19), Lisa Vollmer (Gymnasion Offenbach, D35), Anatoli Dunaev (SC Königstein, H35) und Gisela Müller (TV 1886 Diedenbergen, D65).

 

Herzlichen Dank an die Ausrichter für das tolle Sprint-Wochenende!

Nicht nur die Läufe waren die Reise wert, auch das fröhliche Beisammensein nach der Winterpause gibt neue Motivation für die nächsten Trainingseinheiten.

 

Ergebnisse 7. Offenbacher Frühlingssprint

Ergebnisse 12. Lolly-Cup

 

Text: Sabine Rothaug