JAKT 2019

Vom 1-3.11. waren Benno und Fabienne in Begleitung von Petra in Coburg beim JAKT.

Am Freitagabend kamen wir erstmal in Seßlach an, wo es einen Nachtsprint gab, bei dem es geregnet hat. Danach fuhren wir zu unserer Unterkunft, einem Zeltplatz mit Multifunktionshaus, in dem wir im Notlager schlafen konnten. Nachdem wir unsere Habseligkeiten ausgebreitet hatten, aß jeder sein Essen im Versammlungsraum. Nach dem Essen gab es ein Begrüßung von den Bundestrainern gefolgt von Kennlernspielen.

Der Samstag begann mit einem Warmup-Lauf um 7:30 Uhr mit anschließendem Dehnen. Danach gab es ein gesundes Frühstücksbuffet. Nach der ersten Theorieeinheit stand eine Schleppstaffel durch den anliegenden Wald auf dem Programm. Am Nachmittag gab es eine weitere Theorieeinheit und danach einen Partner-Golf-OL, der durch das vorherige OL-Training im gleichen Wald etwas einfacher war. Zum Abendessen wurde ein riesiger Stapel riesiger Pizzas bestellt. Danach gab es eine Fragerunde zu verschiedenen Themen mit dem Bundeskader mit anschließendem Mikro-OL im Haus.

Am Sonntag gab es wieder ein Warmup mit Dehnen vor dem Frühstück. Danach gab es nach einer weiteren Theorieeinheit ein Staffelstart-Training mit einer Jagd-OL Situation. Darauf folgten Mittagessen, Abschlussmeeting und Abreise.

Hochmotiviert und sehr müde wurden wir von Petra nach Hause gebracht.

 

Text: Benno Raupach

OSC Kassel im HR-Fernsehen

Dass der hessische Rundfunk nach vergeblichen Versuchen unsererseits einmal von sich aus auf uns zukommen würde, hatten wir nicht erwartet. Manchmal zahlt sich hartnäckige Öffentlichkeitsarbeit dann aber doch aus. 

Und so wurden die Reporter der Hessenschau durch die Zeitungsartikel über die Deutschen Meisterschaften in der Staffel und über die  Langdistanz im Orientierungslauf auf uns aufmerksam. Sie traten in Kontakt mit Hendrik Holzhauer, der als Deutscher Meister über die Langdistanz den Aufhänger für die Präsentation unserer schönen Sportart darstellen sollte.
Gestern fanden die Dreharbeiten im feingliedrigen Gelände am Blauen See in Kassel statt. Viele OSCler standen den Reportern Rede und Antwort. Drohne und Actioncam waren im Einsatz.

Was unsere Freunde dabei so erzählt haben, werden wir voraussichtlich in der Hessenschau am Montagabend, 4.11.2019, um 19:30 Uhr im HR-Fernsehen sehen.

 

Besten Dank an Hendrik Holzhauer für die Organisation und vielen Dank dem HR für die gute Zusammenarbeit! Auf dass es nicht die letzten gemeinsamen Dreharbeiten waren ;)

 

Text: Sabine Rothaug

Fotos: Petra Speh-Rothaug

 

 

Das erste mal Mountainbike Orientierungslauf war nass!

Vom 2. Bis zum 6.10.2019 kam die komplette Mountainbike-Orientierungslauf Elite, von Alt bis Jung, auf den Rabenberg. Dort wurden gleich drei verschiedene internationale Wettkämpfe ausgerichtet. Für die Jugend und Junioren stand die Europameisterschaft über die Mittel-, Lang-, Staffel-, und Sprintdistanz an. Die Senioren traten gegeneinander über die selben Distanzen an und kämpften an den regnerischen Tagen um die Weltmeistertitel. Den Höhepunkt der Woche bildete der Weltcup, welcher am Donnerstag mit der Langdistanz startete. 

Niklas und Hendrik Holzhauer probierten sich bei der Junioren EM zum ersten mal im MTBO aus. Natürlich musste man am Anfang erstmal feststellen, dass es auch in solch einer kleinen Sportart ziemlich heiß her geht. Der erste Wettkampf war für uns die Mitteldistanz. Hierbei waren schnelle Routenwahlentscheidungen gefragt und vor allem eine gute Fahrtechnik auf den steilen Trails. Was für uns erstmal ungewohnt war, war dass man in einer Minute erstmal die Karte  in die Kartenhalterung klemmen musste, sodass die komplette Bahn zu sehen war. So wurden wir am Start oft stehen gelassen, weil wir noch nicht fertig waren. Natürlich waren unsere Leistungen bei unserem ersten mal MTBO nicht hervorragend, aber man kann sagen, dass zumindest Niklas an diesem Tag nicht letzter geworden ist. Am nächsten Tag wurde auf dem Rabenberg die Langdistanz ausgetragen. Für uns standen über 30 Kilometer auf der optimalen Routenwahl, mit über 700 Höhenmetern an. Das bedeute Lange Routenwahlen, mit weiten ,,außenrum Routen“. Gleich zum zweiten Posten bewahrheitete sich der Verdacht und so kommt es beim MTBO auch mal dazu, dass die schnellste Route durch ein Dorf und vier Kilometer über eine Landstraße geht. Die Langdistanz war für uns beide sehr hart, da die Strecke sehr viel sowohl fahrtechnisch als auch physisch durch die steilen Berge von uns abverlangte. Niklas konnte das Rennen leider nicht beenden, weil die lange Wettkampfzeit, mit über zwei Stunden Fahrzeit, ohne Essen für ihn zu hart war. Ich konnte mich mit Krämpfen durchbeißen und konnte meine Leistung im Vergleich zum Vortag, rein vom Rückstand her, verbessern. Der dritte Tag des Wettkampfs war für alle Athleten nicht ganz leicht. Die Staffel wurde auf dem Fichtelberg, auf über 1000 m Höhe ausgetragen. Oben auf dem Berg warteten auf uns 4 Grad, strömender Regen und 40 Knoten Wind, also nicht wirklich ideale Bedingungen für einen MTBO. Nach langem Zweifel, ob man sich das jetzt wirklich antuen müsse, kämpfte sich unsere ganze Staffel komplett durch, obwohl Niklas sogar noch in den Wald ging, wobei das Ziel schon abgebaut wurde. An diesem Tag muss ich sagen, dass ich mich freue, dass ich kein Helfer, sondern Athlet war, denn ich konnte mich nach meinem Wettkampf im Warmen umziehen. Ein großes Dankschön geht an die Helfer, die trotz des wirklich schlechtem Wetters den Wettkampf gut auf die Beine gestellt haben, wie zum Beispiel Simon Harston, der den ganzen Tag draußen stand und die Auswertung durchgeführt hat. Nach einem wirklich sehr anstrengenden Tag wurden dann aber alle am Sonntag zum Sprint mit einem sonnigen Tag belohnt. Der Sprint wurde in dem kleinem Städtchen Johanngeorgienstadt ausgetragen. Wir konzentrierten uns heute nochmal besonders, um alle Dinge abzurufen die wir in den drei Wettkämpfen gelernt haben. Ich denke Niklas und Mir gelang das auch sehr gut, denn Niklas belegte bei unserem vierten mal MTBO bei der Europameisterschaft den 31. Platz und ich den 25. Von 33. Insgesamt war es ein sehr schöner Wettkampf, welcher uns forderte, aber sehr spannend und interessant war. Ich denke jeder Fuß OLer sollte einmal MTBO ausprobiert haben, weil es wirklich eine Erfahrung wert ist und auch O-technisch wirklich anspruchsvoll ist. 

 

Text: Hendrik Holzhauer

Fotos: Hendrik und Niklas Holzhauer

 

 

Holzhauer und Thierolf Deutsche Meister

Über die Königsdisziplin im Orientierungslauf zeigten sich die Hessischen Sportler bei den Deutschen Meisterschaften über die Langdistanz erneut in Topform. Für die Anreise in das nordöstlich von Berlin nahe der polnischen Grenze gelegene Bad Freienwalde wurden sechs Hessische Athleten mit einer Medaille belohnt. 

Bei den Junioren sicherten sich Hendrik Holzhauer und Friedrich von Uckro (beide OSC Kassel) mit starken Läufen Silber und Gold. Das Gelände forderte mit ungewöhnlich vielen Hügelformationen und feinen Tälern genaue Orientierungsarbeit. Die zahlreichen Wege konnten bei der Orientierung zwar helfen, dank ihrer Unregelmäßigkeit allerdings auch für Verwirrung sorgen. Michael Thierolf ließ sich von diesen Herausforderungen nicht beeindrucken und sicherte sich ebenfalls den Meistertitel (H 55, TSG Bad König). Mit Sabine Rothaug (Damenhauptklasse, OSC Kassel), Caroline Hoffmann (D 45, SC Helsa) und Helmut Blumenstein (H 60, OSC Kassel) sicherten sich drei weitere Hessen eine Silbermedaille. Jana Kunkelmann (D 18, TSG Bad König) und Markus Müller (H 40, OSC Kassel) mit Rang fünf sowie Petra Speh-Rothaug (D 60, OSC Kassel) mit Platz sechs runden das sehr gute hessische Gesamtergebnis bei diesen Deutschen Meisterschaften ab. Mit dem Ende der nationalen Orientierungslaufsaison steht auch der Endstand der Bundesrangliste 2019 fest. Vier Hessen sicherten sich einen Platz unter den Top sechs Läufern ihrer Altersklasse. Michael Thierolf erlief sich nicht nur den Sieg bei den Deutschen Meisterschaften, sondern direkt auch den Sieg der Bundesrangliste. Sabine Rothaug erreichte in der Damenhauptklasse den zweiten Rang. Toby Scott sicherte sich in der Herrenhauptklasse Rang vier. Helmut Blumenstein lief auf den guten fünften Platz. Nun geht es mit der Saisonpause direkt ins Wintertraining und das Grundlagentraining für die kommende Saison, bei der die Hessischen Orientierungsläufer wieder um die Deutschen Medaillen kämpfen wollen. 

 

Text: Sabine Rothaug

Fotos: Jana Gebhardt, Sabine Rothaug, Petra Speh-Rothaug

 

Hessen ganz vorn dabei

DM Staffel und DBK Mannschaft

Bei traumhaft schönem Septemberwetter reisten am 13.09.2019 etliche Orientierungsläufer, darunter auch viele Hessen, nach Altenau im Harz zur Deutschen Staffelmeisterschaft sowie den Deutschen Bestenkämpfen im Mannschaftsorientierungslauf.

 

Punkt 12 Uhr am Samstag starteten alle Startläufer von der Wettkampfwiese in den Oberharzer Wald. Es dauerte etwas länger als vermutet, bis die ersten Läufer/innen an der Sichtstrecke auftauchten. Die Anstiege sowie das durch etliche Kahlschläge geprägte Gelände forderten viel Kraft und eine gute Orientierung. Mit einzelnen Steinen durchsetzte steile Partien variierten mit offenen Plateaus, Hochwald mit Dickichten und Kahlschlägen. Selbst nasse Bachläufe waren keine Seltenheit. Sehr gut zurecht mit diesem Gelände kam die Staffel der Damen Hauptklasse. Kirsten Muche kam mit einem souveränen Lauf auf der Startstrecke aus dem Wald und übergab als 9. auf Sabine Rothaug, die eine fulminante Aufholjagt startete und im Wald Konkurrentin für Konkurrentin ein- und überholen konnte. Am Sichtposten noch kurz hinter der Dresdnerin Anna Reinhard übergab sie mit ca. 20 Sekunden Vorsprung als erste an Karin Schmalfeld, die ihre ganze Routine ausspielte und mit einem tollen Lauf den überraschenden Sieg der Damenstaffel besiegelte. 

 

In der Herrenhauptklasse waren die Hessen mit gleich 4 Staffeln vertreten. Für den OLV Steinberg startete Cedric Guthier sehr gut ins Rennen und konnte an Position 2 auf Altmeister Ingo Horst wechseln, der ebenfalls ein souveränes Rennen lief und die Position halten konnte. Schlussläufer Toby Scott lief die zweitschnellste Herrenzeit des Tages und sicherte seinem Team damit die Silbermedaille. Für den OSC Kassel startete Sebastian Bergmann mit einem guten Lauf und wechselte als 5. auf Christoph Brand, der nach einem ebenfalls guten Lauf als 6. auf Bojan Blumenstein wechselte. Bojan, der bereits bei der WM seine Staffel erfolgreich ins Ziel geführt hatte, startete ebenfalls eine tolle Aufholjagt und konnte mit dem drittschnellsten Lauf für seine Staffel den Bronzerang erlaufen. Weitere Staffeln aus Kassel konnten den 8. sowie den 19. Platz in der Herrenhauptklasse erlaufen.

 

In den Altersklassen sicherte sich der OSC Kassel in der Kategorie D 175 die Silbermedaille. Dort konnten sich Monika Müller und Claudia Greiner auf den Strecken 2 und 3 nach einer soliden Strecke von Startläuferin Petra Speh-Rothaug Platz für Platz nach vorne kämpfen.

In der Kategorie D 105 konnte sich der SC Helsa mit Inga Löser, Caroline Hoffmann und Brigitte Dersch-Kollenbach dank eines großartigen Laufes von Caroline über einen 5. Platz freuen. Die Herren des OLV Steinbergs mit Anatolii Dunaev, Claas Behrendt und Jakob Doetsch verpassten trotz eines guten Laufes auf der Schlussstrecke in der H 105 um lediglich ca. 30 Sekunden die Bronzemedaille und wurden vierte.

 

Die Siegerehrung konnte dank des Wetters draußen in Altenau stattfinden. Die Bürgermeisterin der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld Frau Schweigel fasste sich kurz, was die Teilnehmer aufgrund der frischen Temperaturen nach 20 Uhr sehr begrüßten.

 

Die Deutschen Bestenkämpfe starteten am Sonntag im gleichen Gelände wie am Vortag. Die Bahnleger des MTK Bad Harzburg boten auch hier, wie gewohnt, spannende Strecken mit sehr interessanten Aufteiloptionen, mit denen viele Mannschaften so ihr Probleme hatten. Am Ende gewannen jene Mannschaften, die die die Aufteilposten perfekt unter sich aufteilen konnten. Den hessischen Dreierteams gelang dabei leider keine Podiumsplatzierung. Die Siegerehrung der DBK erfolgte auf der sonnigen Wettkampfwiese und bildetet einen gelungenen Abschluss eines wunderschönen OL-Wochenendes.

 

Text: Kirsten Muche

Fotos: Helmut Blumenstein, Sabine Rothaug