Saison 2020 - Die Interviewreihe - Hendrik Holzhauer

Von anderen hören, von anderen lernen. Wie trainieren und engagieren in diesen Zeiten?

Heute im Interview: 

Name: Hendrik Holzhauer

Jahrgang: 2000

Verein: OSC Kassel

 

Wie geht es Dir in diesen Zeiten? Wie sieht Dein Alltag aus?

Momentan bin ich leider aufgrund der Uni, die vorwiegend digital stattfindet, sehr viel zu Hause und studiere vor dem Computer. Dadurch, dass man nicht so viel unterwegs ist kann man sich aber gut auf das eigene Training konzentrieren und man hat mehr Zeit sich mit Dingen zu beschäftigen, mit denen man sich sonst nicht beschäftigt.

 

Wie hast Du die Saison 2020 überstanden? An welchen Wettkämpfen hast Du teilgenommen? 

Ich habe die Saison 2020 so mäßig gut überstanden. Ich habe leider nur an einem Orientierungslauf-Wettkampf teilgenommen in Darmstadt im Februar. An mehr Wettkämpfen habe ich leider nicht teilgenommen, weil es erstens kein so großes Wettkampf-Angebot in diesem Jahr gab und ich mich eher auf andere Sportarten konzentriert habe. Zum Ende des Jahres habe ich aber wieder sehr viel Motivation gefunden und freue mich sehr auf die Saison 2021, in der es hoffentlich wieder möglich ist an mehr Wettkämpfen teilzunehmen.

 

Wie hat sich die Corona-Situation auf Dein Training, Deine Zielsetzung und/oder Deine Arbeit im Verein/D-Kader ausgewirkt?

Die Corona-Situation hat sich sehr stark auf mein Training ausgewirkt. Das Jahr 2020 war mein letztes Jahr als Junior, in dem ich eigentlich nochmal angreifen wollte. Mein Ziel war die JWOC (Junioren-WM) 2020 in der Türkei, für die ich im Winter und Frühjahr schon sehr gute Grundlagen gesetzt habe. Durch Corona stand es dann leider in den Sternen, ob diese nun stattfindet oder verschoben wird. Durch die ständige Verschiebung, sank meine Hoffnung und Motivation nochmal an einer JWOC teilnehmen zu können, wodurch ich leider mein Ziel aus den Augen verlor. Nun habe ich aber Motivation gefasst und freue mich bald in der Elite starten zu können. Mal schauen, wie das wird :D

Daraus ging aber hervor, dass ich mehr Zeit hatte Dinge für den Verein zu organisieren und ihn ein wenig zu unterstützen. Ich versuche den OL in Kassel ein wenig an die Schulen zu bringen und wir haben im Herbst ein tolles neues Kartenprojekt begonnen.

 

Was sind Deine Ziele für die Winterpause - im eigenen Training und/oder im Engagement im Verein/D-Kader?

Mein Ziel für den Winter ist keine Pause. Ich möchte Grundlagen schaffen und mein Training wieder regelmäßig in meinen Alltag integrieren. Spezifische Ziele habe ich erstmal nicht, das lässt die Corona Situation nicht zu. Mein Ziel ist: Viel Training, und Spaß am schneller werden zu haben. 

Im Verein versuche ich noch ein wenig weiter zu kommen, Schülerinnen und Schülern den Spaß am OL zu vermitteln und dann mal schauen was da noch so kommt :) 

Nachdem der Abschlusslehrgang am Sensenstein coronabedingt abgesagt wurde, muss man auch hier mal schauen was sich im D-Kader im Winter so machen lässt. Ich möchte gerne in Zukunft den D-Kader dort unterstützen, wo ich gebraucht werde.

 

Hast Du neue Hobbies für Dich entdeckt?

Neue Hobbies habe ich nicht wirklich für mich entdeckt. Seit der MTBO EM letztes Jahr habe ich immer Gefallen am MTB gefunden und denke das ich im Winter mehr im Wald auf dem MTB unterwegs seien werde.

 

Mein Motto fürs Wintertraining:

Viel trainieren und dabei Spaß haben!

 

Was ich sonst noch loswerden möchte:

Trainiert viel, geht raus, macht OL! Denn nirgendwo könnt ihr den Sicherheitsabstand so gut einhalten wie hier ;)

Achso und eine Schöne Weihnachtszeit :)

 

Vielen Dank für Das Interview! Bleib gesund und motiviert! :)

 

 

Interviewer: Sabine Rothaug 

Saison 2020 - Die Interviewreihe - Gisela Müller

Von anderen hören, von anderen lernen. Wie trainieren und engagieren in diesen Zeiten?

Heute im Interview: 

Name: Gisela Müller

Jahrgang: 1953

Verein: TV Diedenbergen 1886 e.V.

 

Wie geht es Dir in diesen Zeiten? Wie sieht Dein Alltag aus?

Es geht mir gut. Als Ruheständler und am Rande einer Kreisstadt im Rhein-Main-Gebiet bin ich natürlich auch privilegiert. Ohne Sorgen um Arbeit oder Homeschooling und in fünf Minuten in Feld und Wald ist auch diese Zeit erträglich. Haus- und Gartenarbeit wird also etwas ausführlicher erledigt, aber in übermäßigen  Renovierungs- und Entrümpelungswahn bin ich bisher nicht verfallen. 

Im Moment erfreue ich mich am herbstlichen Farbenzauber und bin dankbar, dass ich raus kann, ihn zu bewundern. 

 

Wie hast Du die Saison 2020 überstanden? An welchen Wettkämpfen hast Du teilgenommen? 

Wie im letzten Jahr, war mein Wettkampfkalender gut gefüllt. Neben den regionalen Wettkämpfen standen die Parktour, WMOC  und  die europ. City-Races auf dem Programm. Nachdem das alles nach und nach abgesagt wurde, habe ich nach allem gegriffen, was sich bot. Foto-Ol in Darmstadt, Letra-OL in Königstein, danke allen Organisatoren. 

Später im Jahr ging dann noch etwas. So habe ich mich zu einem Drei-Tages-Event nach Imst in Österreich getraut und nach Braunschweig zu einem Sprint. Auch die RMRL hat es mit den Hess. Meisterschaften und einem Wettkampf  bei Koblenz noch auf insgesamt sechs Läufe gebracht.  

 

Wie hat sich die Corona-Situation auf Dein Training, Deine Zielsetzung und/oder Deine Arbeit im Verein/D-Kader ausgewirkt?

Eigentlich bin ich ja ein Freizeitsportler mit nur gelegentlichen Ehrgeizanfällen. In dieser kuriosen Zeit habe ich aber gemerkt, dass ich die Wettkampftermine sehr wohl brauche, um auch wirklich loszulaufen. Ich habe mich also selbst überlistet, bin bei regionalen Terminen zu geplanter Zeit auf einer alten Karte unterwegs gewesen und habe mir für die auswärtigen Läufe in meiner Umgebung eine  plausible Route überlegt und zeitgerecht absolviert. Gelaufen bin ich also reichlich.

Zusätzlich habe ich die Variante Präzisions-OL/Trail-OL für mich entdeckt. Hier haben sich dankens-werterweise weltweit Organisatoren gefunden, die virtuelle Wettkämpfe anbieten. Bei internationalem und hochkarätigem Teilnehmerfeld rangiert man da natürlich ganz hinten. Aber ich habe unheimlich viel dabei gelernt, was mir sicher auch nützt, wenn es wieder ganz real  auf Postenjagd geht. 

 

Was sind Deine Ziele für die Winterpause - im eigenen Training und/oder im Engagement im Verein/D-Kader?

Nix Pause, sonst komme ich ja nicht mehr in die Gänge. SC Königstein ist mit einer MAP Run-Serie am Start. Da bin ich natürlich dabei. 

Und vielleicht kann ich auch mein Laufumfeld wenigstens für die Wandervarianten motivieren.

 

Hast Du neue Hobbies für Dich entdeckt?

Nicht eigentlich neue. Aber ich widme mich wieder intensiver meinem Klavier, dem sind die Aerosole egal, Chorsingen ist derzeit ja ein NoGo. Und aus einer eher halbherzigen Vorbereitung auf die WMOC 2021 ist eine ziemlich intensive Beschäftigung mit japanisch geworden. Vielleicht kann ich es ja noch irgendwann brauchen.  

 

Dein Motto fürs Wintertraining:

Ganz viel raus, irgendetwas geht immer.

 

Was ich sonst noch loswerden möchte:

Auch wenn es schwer fällt: nennt es modern Achtsamkeit, altmodisch Nächstenliebe, prosaisch Verantwortung, die Welt dient nicht unserem Ego, sie ist für alle da und verdient unsere Vernunft. 

Ich wünsche eine gute Zeit, erfüllten Advent und Weihnacht Allen, für die das Bedeutung hat, und Jedem  ein gutes Jahr 2021.  

 

Vielen Dank für Das Interview! Bleib gesund und motiviert! :)

 

 

Interviewer: Sabine Rothaug

Saison 2020 - Die Interviewreihe - Bojan Blumenstein

Von anderen hören, von anderen lernen. Wie trainieren und engagieren in diesen Zeiten?

Heute im Interview: Bojan Blumenstein

 

Wie geht es Dir in diesen Zeiten? Wie sieht Dein Alltag aus?

Mir geht es gut. Mein Alltag ist zurzeit recht entspannt. Ich trainiere gut, bin etwas am arbeiten und etwas am studieren. 

 

Wie hast Du die Saison 2020 überstanden? An welchen Wettkämpfen hast Du teilgenommen? 

Ich habe an einigen kleinen regionalen Wettkämpfen in Norwegen teilgenommen. An größeren Wettkämpfen gab es nur die Norwegische Meisterschaft im Herbst. Mit meinen Läufen dort bin ich recht zufrieden.

 

Wie hat sich die Corona-Situation auf Dein Training, Deine Zielsetzung und/oder Deine Arbeit im Verein/D-Kader ausgewirkt?

Schon sehr früh im März wurden in Norwegen organisierte Vereinstrainings verboten. Dies hat natürlich eine Auswirkung darauf, wie der Trainingsalltag aussieht. Was aber die Menge und Qualität des Trainings angeht gab es für mich keinen großen Unterschied zu den Jahren zuvor.

 

Was sind Deine Ziele für die Winterpause - im eigenen Training und/oder im Engagement im Verein/D-Kader?

Mein Ziel ist es mit konstantem Training und verletzungsfrei durch den Winter zu kommen. Was wir mit dem Verein machen können bleibt abzuwarten. Zumindest bis Neujahr sind momentan alle Trainingslager abgesagt.

 

Hast Du neue Hobbies für Dich entdeckt?

Ich habe versucht mir Klavierspielen beizubringen. Ein paar Lieder kann ich nun spielen, allerdings würde ich nicht sagen, dass Klavierspielen nun ein neues Hobby von mir ist.

 

Mein Motto fürs Wintertraining:

Kontinuität schlägt Intensität.

 

Was ich sonst noch loswerden möchte:

Seid lieb zueinander. 

 

Vielen Dank für Das Interview!

Bleib gesund und motiviert! :)

 

 

Interviewer: Sabine Rothaug

Saison 2020 – die Interviewreihe - Cedric Guthier

Von anderen hören, von anderen lernen. Wie trainieren und engagieren in diesen Zeiten?

Heute im Interview: Cedric Guthier

 

Wie geht es Dir in diesen Zeiten? Wie sieht Dein Alltag aus?

Prinzipiell geht es mir nicht schlecht. Es ist ungewohnt freie Wochenenden zu haben, wo der Terminkalender die letzten Jahre immer von Wettkampfterminen dirigiert wurde.  Weil die Uni komplett online ist und Vorlesungen tlw. aufgezeichnet werden bin ich sehr flexibel auch unter der Woche mal wegzufahren oder an Kartenprojekten weiterzuarbeiten.

 

Wie hast Du die Saison 2020 überstanden? An welchen Wettkämpfen hast Du teilgenommen?

Nach Absage privater Reisen, Trainingslager, Wettkämpfe, etc. im Frühjahr konnte ich im Sommer noch ein paar Wettkämpfe mitnehmen.

·      OOCup in Nantua

·      Traillauf « Grand Trail du Clermont-Ferrand » (34km)

·      Lokaler OL bei Clermont-Ferrand

Als es dann wieder gut lief wurde ich für das Euromeeting nominiert, welches aber auch abgesagt wurde. Selbiges gilt für die Deutschen Hochschulmeisterschaften.

 

Wie hat sich die Corona-Situation auf Dein Training, Deine Zielsetzung und/oder Deine Arbeit im Verein/D-Kader ausgewirkt?

Durch das geringe Wettkampfangebot hatte ich anfangs Motivationsprobleme und hab weniger zielgerichtet und viel alternativ trainiert, bspw. MTB oder Rennrad.

Im Verein haben wir verschiedene kontaktfreie Trainingsformen ausprobiert, das Vereinstraining vor Ort war aber länger ausgesetzt. Sehr schön war auch ein gemeinsames Trainingswochenende im Saarland mit dem Verein. Darüber hinaus haben wir relativ routiniert die hessischen Meisterschaften organisiert und so neue Trainingsgelände für das Kindertraining in Dietzenbach erschlossen. Nachdem das Jahr für den D-Kader mit einem gemeinsamen Trainingslager zusammen mit dem badischen Kader Anfang Februar gut gestartet war mussten wir die restlichen Maßnahmen tlw. nur wenige Tage vorher absagen -das war teils sehr frustrierend. Die jungen Athleten brauchen die Wettkämpfe genauso zur Motivation. Der coronabedingte Mangel an Angeboten im Bereich Freizeit- und Trendsportarten hat dazu geführt, dass der FB Sportwissenschaften meiner Uni mit dem Angebot auf mich zukam einen Lehrauftrag über einen Grundkurs OL für Lehramtsstudenten zu übernehmen. Die Arbeit ist sehr interessant und sorgt vielleicht dafür, dass künftig auch wieder mehr Schüler OL vermittelt bekommen :)

 

Was sind Deine Ziele für die Winterpause - im eigenen Training und/oder im Engagement im Verein/D-Kader?

Ich möchte auch mal wieder längere MTB-Touren machen

 

Hast Du neue Hobbies für Dich entdeckt?

Ich habe angefangen viel zu bouldern und zu klettern. Spannend fand ich dabei, welche Fortschritte man innerhalb weniger Wochen mit Training erreichen konnte.

 

Mein Motto fürs Wintertraining:

Viel draußen, egal was

 

Was ich sonst noch loswerden möchte:

Orientierungslauf bietet – gerade auch in Zeiten von Corona – die Möglichkeit sich kontaktlos im Freien zu ertüchtigen. Durch die geistige Herausforderung ist es auch für Laufmuffel bestens geeignet, weil es nie langweilig wird! Also fragt bei eurem lokalen Verein ob es auch jetzt Angebote gibt :)

 

Vielen Dank für das Interview!

Viel Erfolg beim Wintertraining und bleib gesund!

 

 

Interviewer: Sabine Rothaug

Christoph Brandt Deutscher Meister

MTBO

Bei den Deutschen Meisterschaften im Mountainbike-Orientierungssport (MTBO) in Koblenz sicherte sich Christoph Brandt vom OSC Kassel den Titel in der Herrenhauptklasse.

Der ehemalige Orientierungslauf-Nationalläufer hat seit zwei Jahren seinen sportlichen Fokus vom Orientierungslauf zum Rennradsport verlagert. Da aufgrund der Corona-Situation Straßenradrennen keine geeignete Zielsetzung boten, suchte sich Brandt mit der Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften im MTBO eine neue Herausforderung und Trainingsmotivation. Zwar hatte er seit über zehn Jahren an keinem MTBO teilgenommen, aber seine Fitness, die er im Sommer statt auf dem Rennrad vermehrt auf dem Mountainbike trainierte, gepaart mit der langjährigen Erfahrung im Orientierungslauf waren unschlagbar. Allerdings musste auch Brandt feststellen, dass die Routine im Orientieren fehlte, da der letzte Orientierungslauf ebenfalls lange Zeit zurück lag. Darüber hinaus weichen die Kartendarstellung und das Regelwerk im MTBO leicht vom Orientierungslauf ab. Somit musste er während des Wettkampfes immer wieder Tempo rausnehmen, um fehlerfrei zu orientieren. 

Zahlreiche Wege und steile Hänge forderten gute Orientierung, um nicht auf falsche Wege abzubiegen und zusätzliche Kilometer und extra Höhenmeter absolvieren zu müssen. Am Tag vor den Deutschen Meisterschaften fand ein zum Deutschlandcup zählendes Rennen statt. Bereits hier sicherte sich Brandt den Sieg mit mehr als drei Minuten Vorsprung. Dieses Rennen nutzte er sogleich als Training für die am Tag drauf stattfindenden Deutschen Meisterschaften. Dort machte sich sofort bemerkt, dass seine Routine im Orientieren sich bereits durch den Wettkampf am Vortag verbessert hatte, sodass er den Deutschen Meistertitel mit über 13 min Vorsprung gewann. Brandt blickt zufrieden auf das Wettkampfwochenende zurück und ist froh, dass der Wettkampf unter den gegebenen Coronamaßnahmen stattfinden konnte. Er wird auch in der kommenden Saison an dem einen oder anderen MTBO teilnehmen, sofern es der Rennkalender zulässt.

 

Ergebnisse

Fotos 1 und 2

 

Text: Sabine Rothaug